News & Aktuelles

12. März 2026

Anhörung zu Langzeitkonten im Landeshaus, Dataport-Protest vor dem Landeshaus


Der Finanzausschuss hat heute eine Anhörung zur Einführung von Langzeitkonten durchgeführt. Der dbb sh sieht darin eine Möglichkeit zur Attraktivitätssteigerung und hat sich gemeinsam mit mehreren dbb-Fachgewerkschaften für dieses Instrument ausgesprochen. Im direkten Anschluss ging es vor dem Landeshaus weiter: der dbb hat als Tarifvertragspartei bei dataport eine Protestveranstaltung durchgeführt, um positive Bewegung in die dort noch laufende Einkommensrunde zu bringen.

Zunächst zu den Langzeitkonten: Der dbb und seine Fachgewerkschaften sehen darin eine echte Chance für mehr Flexibilität und Arbeitszeitsouveränität zugunsten der Beschäftigten. Die Option, zum Beispiel zusätzlich geleistete Stunden vor einem Verfall zu bewahren und zu einem späteren Zeitpunkt je nach individuellem Bedarf für Auszeiten oder Arbeitszeitreduzierungen zu nutzen, ist für viele Beschäftigte interessant. Während es in den einschlägigen Tarifverträgen (TVöD und TV-L) bereits Rechtsgrundlagen gibt, sollte im Beamtenbereich nachgelegt werden. In diesem Zusammenhang kann ergänzend sogar die 41-Stunden-Woche erträglicher gemacht werden: wenn nämlich wie in Hessen wöchentlich eine Stunde auf dem Langzeitkonto gebucht und für eine entsprechende Freistellung vor vor der Pensionierung genutzt wird.

Dafür hat nicht nur der dbb (vertreten durch Landesbundvorsitzenden Kai Tellkamp) plädiert, sondern auch die ebenfalls vom Finanzausschuss eingeladenen dbb Mitgliedsorganisationen DStG (Michael Jasper), komba (Jens Paustian), VLBS (Jan Oliver Schmidt), BSBD (Henry Malonn) und VhV (Meike Brandt). Der DGB und seine Mitgliedsorganisationen stehen Langzeitkonten demgegenüber eher kritisch gegenüber, um hohe Arbeitszeitbelastungen zu verhindern.

Zur dataport-Protestaktion: Vor dem Landeshaus versammelten sich mehrere hundert Beschäftigte von dataport. Da die Mehrländeranstalt ihren Sitz in Schleswig-Holstein hat, wurde hier Rückenwind für die laufende Tarifrunde generiert. Der dbb ist - wie auch in den Tarifrunden zum TV-L und TVöD - neben verdi Tarifvertragspartei und hat seine Durchsetzungskraft unter Beweis gestellt. dbb Tarifchef Andreas Hemsing stellte von der Bühne aus klar: “Dataport wurde gegründet, um den öffentlichen Dienst im Norden in die Zeit zu stellen. Dafür besteht dringender Bedarf und dafür müssen die notwendigen personellen Ressourcen trotz der speziellen Wettbewerbssituation im IT-Sektor bereitstehen!”

dbb Flugblatt dataport

Für weitere Demo-Bilder auf das obige Foto klicken

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb-sh.de

Quelle: dbb sh / 12.3.2026
nach oben