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01. Dezember 2025

Frauenpower beim dbb sh fließt auch in das Gleichstellungsgesetz ein


Astrid Steffen ist die neue Vorsitzende der dbb Landesfrauenvertretung. Sie folgt Waltraud Kriege-Weber, die zum Ende ihrer Amtszeit einen wichtigen Erfolg verbuchen konnte: Die überfällige Novellierung des Schleswig-Holsteinischen Gleichstellungsgesetzes hat mit der Vorlage eines Referentenentwurfes neue Fahrt aufgenommen.

Die frauenpolitischen Sprecherinnen bzw. Delegierten der Mitgliedsorganisationen des dbb sh sind zahlreich zur Hauptversammlung der Landesfrauenvertretung erschienen. Die stellvertretende Landesbundvorsitzende Daniela Schönecker hat ein Grußwort des Landesvorstandes dbb sh überbracht und auf die besondere Bedeutung der Themen Gleichberechtigung und Diversität im öffentlichen Dienst, in der gewerkschaftlichen Arbeit, aber auch im gesellschaftlichen Leben aufmerksam gemacht.

Weiterhin wurde von der hervorragenden Zusammenarbeit zwischen der Landesfrauenvertretung und dem Landesvorstand gesprochen, die insbesondere bei diversen Stellungnahmen zu gleichstellungs- und frauenpolitischen Themen, vor allem aber bei der Vorbereitung der Novellierung des Gleichstellungsgesetzes S-H zum Ausdruck kam. Der dbb sh hält eine Anpassung des Gesetzes nach mehr als 30 Jahren für dringend geboten. Viele Regelungen haben keine Wirksamkeit entfaltet und die Rechte der Gleichstellungsbeauftragten sind sehr begrenzt.

Diese investierte Zeit unter anderen in workshops des Sozialministeriums macht sich nun hoffentlich bezahlt, denn ein Gesetzentwurf liegt vor und Landtagsbefassung in 2026 wird erwartet.

Ein Einblick in wichtige Themen für die Frauenvertretung wurde im Bericht der bisherigen Vorsitzenden, Waltraud Kriege-Weber, gegeben. Insbesondere muss ein adäquater Umgang bei „sexueller Belästigung im Dienst“ gefunden werden. Hier arbeitet die Landesfrauenvertretung mit der dbb Landesjugendleitung zusammen. Kürzlich konnte der Vorschlag an entscheidender Stelle platziert werden, dass die Landesregierung eine versierte Vertrauensperson beauftragen sollte, damit Betroffene eine hilfreiche Beratung erhalten können. Außerdem könnten sich die Dienststellenleitungen Rat holen, wenn Unsicherheiten bestehen, wie sie auf Fehlverhalten von Beschäftigten reagieren sollen.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl der neuen Landesfrauenvertretung, weil die Amtszeit ausgelaufen war. Für die kommenden drei Jahre wurden gewählt:

  • Astrid Steffen (DPolG) als Vorsitzende
  • Christina Müller (DStG) als 1. stellvertretende Vorsitzende
  • Sabine Fohler-John (BDR), Manuela Trama (DStG) und Silja Witt (komba) als Beisitzerinnen

Daniela Schönecker überbrachte Glückwünsche des Landesvorstandes an die Gewählten und bedankte sich bei den ausgeschiedenen Kolleginnen (Waltraud Kriege-Weber, Christa Becker und Janina Petersen) für die geleistete Arbeit. Christa Becker bleibt dem dbb in der Landesseniorenvertretung dennoch treu.

Mit viel Enthusiasmus betont Astrid Steffen, dass ihr das Netzwerken besonders wichtig ist und die Frauen enger zusammenrücken sollten, um erfolgreich ihre Themen zu platzieren.

Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb-sh.de

Quelle: dbb sh / 1.12.2025
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