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10. Februar 2026

Mit Rückenwind in die entscheidende Verhandlungsrunde


Der öffentliche Dienst und der Norden lassen sich nicht auseinanderdividieren - das haben die nördlichen dbb Landesbünde am 10. Februar bei einer gemeinsamen Aktion zur Einkommensrunde der Länder in Hamburg gezeigt. Unter den 2.200 Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren viele Beschäftigte aus Schleswig-Holstein. Nachdem wir Kiel bereits auf der Straße waren, haben wir jetzt in Hamburg und damit am Sitz des ersten Vorsitzenden der TdL unsere Entschlossenheit gezeigt – die Arbeitgeber müssen in der entscheidenden Verhandlungsrunde ein abschlussfähiges Angebot auf den Tisch legen.

Die Mitglieder der dbb Fachgewerkschaften sorgten für Rückenwind: nach einem Demonstrationszug von den Landungsbrücken zur HafenCity gab es Kundgebung, bei der unter anderen dbb Tarifvorstand Andreas Hemsing und Kai Tellkamp zu den aus allen betroffenen Berufsgruppen zusammengekommen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sprachen. 

Mit Blick auf die hohe Abgaben- und Aufgabenlast der Beschäftigten hieß es: „Wir sind gerne bereit, für die Bürger da zu sein – aber wir sind nicht bereit, uns ausquetschen zu lassen wie eine Zitrone!“

Auch auf die Beamtinnen und Beamten, auf die das zu verhandelnde Tarifergebnis übertragen werden soll, wurde eingegangen: Hier fallen zwar keine Sozialabgaben an, dafür sind aber die Bruttobezüge geringer - so gering, dass die rote Linie der Verfassung gebrochen wurde. Die Politik wollte der Verfassung die Zähne ausschlagen – doch wir haben sie wieder eingesetzt und nachgeschärft – die Rechnung folgt!

Am 11. Februar beginnt in Potsdam die dritte und voraussichtlich entscheidende Runde der Tarifverhandlungen für die Länder. Wenn die Arbeitgeber nicht für attraktive Arbeits- und Einkommensbedingungen sorgen, kapitulieren sie nicht nur vor den Aufgaben, die dem öffentlichen Dienst gemeinsam mit der Politik aufgebürdet werden. Letztendlich wäre es auch eine Kapitulation vor dem Rechts- und Sozialstaat. Auf dieses Armutszeugnis sollten wir verzichten!

Mit einer symbolträchtigen Aktion wurden die Warnung und die Forderungen, zu denen eine Einkommensanpassung von 7 Prozent gehört, untermauert: Beschäftigte verschiedener Berufsgruppen stiegen in die eiskalte Elbe. Wir wollen nämlich nicht, dass der gesamte öffentliche Dienst absäuft.

Mit der Veranstaltung in Hamburg hat der dbb sh nicht nur an die bereits erfolgte Kundgebung in Kiel angeknüpft, sondern auch an diverse individuelle Warnstreiks und Mahnwachen der dbb Mitgliedsorganisationen.

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Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb-sh.de

Quelle: dbb sh / 10.2.2026
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