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12. Februar 2026
Landesvorstand bekräftigt Ablehnung der Systemvermischung in der Altersversorgung
In der öffentlichen Debatte über die Zukunft und die Finanzierung der Altersversorgung hat der dbb Landesvorstand nochmals bekräftigt, dass die Einbeziehung der Beamtinnen und Beamten in die gesetzliche Rentenversicherung keine gute Idee ist. "Damit wird kein Problem gelöst, sondern die dringend erforderliche Attraktivität des Berufsbeamtentums beschädigt", hat dbb Landesvorsitzender Kai Tellkamp bereits in dem kürzlich durchgeführten Fachgespräch des Sozialausschusses und des Finanzausschusses des Schleswig-Holsteinischen Landtages erklärt.
Der dbb Landesvorstand hat sich anlässlich der anhaltenden Diskussion zur Zukunft der Altersversorgung erneut Positioniert. In dem zuvor durchgeführten Fachgespräch im Landeshaus wurde deutlich, dass die Diskussion auch in der Landespolitik stattfindet. Die Landtagsausschüsse haben die Fraktionsanträge “Private Altersversorgung stärken” (FDP) sowie “Sichere und stabile Renten” (SPD und SSW) beraten.
Der dbb sh, der durch Kai Tellkamp und Michael Jasper vertreten war, warnte vor erheblichen Zusatzkosten, die eine Einbeziehung der Beamten in die Rentenversicherung verursachen würde und vom Institut der deutschen Wirtschaft auf jährlich 20 Milliarden Euro beziffert wurde. Diese resultieren insbesondere aus den dann fälligen Beiträgen. Neben dem Arbeitgeberanteil muss auch der Arbeitnehmeranteil zusätzlich aufgebracht werden. Letzterer würde sich sonst nämlich als Besoldungskürzung entpuppen. “Das wäre fahrlässig und dürfte auch mit Blick auf die jüngsten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts unzulässig sein”, stellte der dbb sh klar.
In der politischen Debatte im Landeshaus wurde auch deutlich, worauf es vor allem ankommt, um im Alter einen angemessenen Lebensstandard zu sichern: Bildung! Damit werden nämlich die Einkommensperspektiven junger Menschen verbessert. Ein gutes Einkommen wirkt sich wiederum positiv aus auf die Rentenansprüche und auf die Möglichkeiten ergänzender privater Vorsorge. Diesen Zusammenhang machte insbesondere auch das Kiel Institut für Weltwirtschaft deutlich. Der dbb sh sieht sich auch hier bestätigt: An Bildung und damit an Lehrkräften darf nicht gespart werden!
Ursprünglich veröffentlicht unter https://www.dbb-sh.de
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